Kuckucksuhr Rettungsaktion

    Wiener Kuckucksuhr muss repariert werden

    Bereits 1957 wurde sie von Felix Pichler in der Wiener Neustadt eingeweiht.

    Damals diente sie als kreative Werbemaßnahme um mehr Kunden in sein Geschäft in der Fußgängerzone an der Neunkirchner Straße zu locken. Heute ist sie längst zum inoffiziellen Wahrzeichen der Wiener Neustadt geworden.

    Wobei wenn man die Straße auf der Suche nach einer klassischen Kuckucksuhr abläuft, dann könnte man glatt an dieser von außen eher unscheinbaren Uhr leicht vorbeilaufen.

    Beinahe hätten wie sie in unsere Reihe über die größten Kuckucksuhren der Welt mitaufgenommen, schließlich misst sie stolze 3 Meter in der Höhe, mittlerweile gibt es aber doch einige Kuckucksuhren die sie doch teilweise deutlich überragen. Nichtsdestotrotz wird sie wohl damals vielleicht nicht die größte Kuckucksuhr gewesen sein, aber definitiv wird sie zu den größten gehört haben.

    Einige würden die Uhr, aufgrund ihres gewöhnlichen Äußeren, noch nicht einmal als Kuckucksuhr ansehen. Unserer Meinung nach würde man iht damit Unrecht tun, denn sie ist, wie irgendwie doch jede Schwarzwalduhr, etwas Einzigartiges.

    Den Kuckuck bekommt man erst, wie bei so vielen anderen Uhren auch, zu jeder vollen Stunde zu Gesicht. Herr Pichler war jedoch ein Mensch der sehr viel Wert auf Gesellschaft gelegt haben muss, denn er gesellte dem Kuckuck eine Wachtel-Dame an seine Seite, die jede Viertelstunde ertönt. Damit ist die Uhr, soweit wir wissen, die einzige unter den größeren Kuckucksuhren bei der der Kuckuck Gesellschaft hat. Wir finden das eine großartige Idee!

    Doch kommen wir nun zu dem Faszinierendstem an der ganzen Uhr: dem Uhrwerk.

    Beziehungsweise den Uhrwerken, denn diese Uhr besteht tatsächlich aus drei separaten Uhren. So steht eine Funkuhr noch heute in dem ehemaligen Geschäft von Herrn Pichler und empfängt dort die Uhrzeit. Eine zweite Uhr, die ebenfalls in dem Geschäft steht, ist nur für den Kuckucks- und Wachtelruf verantwortlich. Ein Kabel übermittelt dann die beiden Signale an die Kuckucksuhr in der Fußgängerzone, die dort zahlreiche Passanten begeistert.

    Eine außergewöhnliche Kuckucksuhr ... die leider sehr reparaturbedürftig ist

    Das komplexe System aus drei separaten Uhren dürfte wahrscheinlich auch dafür verantwortlich sein, wieso die Kuckucksuhr so reparaturanfällig ist.

    Ursprünglich 1957 erbaut, war die erste komplette Instandsetzung bereits im Jahr 1970 fällig. Drum machte sich Herr Pichler damals persönlich daran die komplette Uhr inklusive Gehäuse rundum zu erneuern.

    Das Werkzeug sollte für genau 15 Jahre ruhen, dann musste er, wir schreiben das Jahr 1985, wieder seine Ärmel hochkrempeln um seine Uhr instand zu setzen.

    Damit die Kuckucksuhr der Stadt Wien und den vielen Passanten weiterhin erhalten blieb, bedurfte es im Jahr 2005 einen weiteren Kraftakt. Herr Pichler konnte dieses Mal leider nicht mehr die Reparatur persönlich übernehmen, da er bereits im Jahr 1993 verstorben war.

    Das Schicksal der Kuckucksuhr stand also am Scheideweg.

    Zum Glück nahmen sich einige Mechatronikstudenten der Fachhochschule Wien Neustadt der Uhr an. Sie bewahrten die Einzigartigkeit der Konstruktion der Uhr, mit ihren drei Uhrwerken, und ersetzten lediglich die alten mechanischen Uhrwerke mit digitalen. Die Figuren wurden liebevoll von einem der letzten Lehrlinge von Herr Pichler wieder instandgesetzt.

    Kuckucksuhr braucht wieder Hilfe ...

    Nun schreiben wir das Jahr 2015 und leider ist es wieder soweit, die Uhr muss dringend repariert werden.

    Nur dieses Mal gibt es ein Problem. Die Fachhochschule hat zwar bereits wieder Unterstützung angekündigt, der Umfang der notwendigen Reparaturarbeiten würde aber das Zeitbudget (und wahrscheinlich auch das Kostenbudget) der Fachhochschule übersteigen. Die FH ist um helfen zu können, selbst auf Hilfe angewiesen.

    Deswegen wirbt zurzeit die Tochter von Herr Pichler, Niki Sullivan, für mehr Unterstützung seitens der Stadt Wien für das Projekt.

    Der Ausgang ist noch offen.

    Wir vom Blog halten euch aber auf dem Laufenden.

    Aufmerksam auf den Zustand der Kuckucksuhr wurden wir von einem Leser der Niederösterreichische Nachrichten gemacht.

    Einen Link zu dem Artikel findet ihr hier

    Hinterlasse eine Antwort

    Um einen Kommentar zu hinterlassen, musst du angemeldet sein.